Als Mentolabialfalten oder Marionettenfalten werden die vom Mundwinkel nach unten ziehenden Falten bezeichnet. Infolge des Absackens des unteren Mittelgesichts werden diese zum Teil tiefen Falten gebildet, welche inzwischen - in Bezug auf die Bundeskanzlerin MERKEL - auch als Merkel-Falten bezeichnet werden.

Sofern sich diese Falten noch nicht zu tief eingegraben haben, können sie mit einem Filler gut behandelt werden. Hierdurch wird diese Region aufgepolstert und stabilisiert, wobei allerdings die Ursache dieser Faltenbildung durch eine Unterspritzung nicht aufgehoben wird.

Durch eine gezielte Schwächung der nach unten ziehenden Muskeln mittels einer Botulinum-Injektion kann der Behandlungseffekt verbessert werden.

Die Mundregion ist gefässreich, so dass es in einzelnen Fällen infolge der Injektionen auch zu einer Schwellung mit einem lokalen Hämatom kommen kann. Wichtig ist daher, dass einige Tage vor und nach  der Behandlung keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden, daher sollten auch Medikamente wie z.B. ASPIRIN® vermieden werden.

Je nach Ausgangsbefund kann eine ergänzende Behandlung mit resorbierbaren Fäden (Faden-Lifting) zu einer weiteren Verbesserung führen.